Die Textpraxis

5 Gründe für ein ausführliches Briefinggespräch

5 Gründe für ein ausführliches Briefinggespräch

Warum du dir Zeit für ein Briefinggespräch nehmen solltest

Mehr ist mehr

Wer vielleicht schon einmal Texte über eine Textbroker-Plattform beauftragt oder überlegt hat, sich dort mit Texten einzudecken, hat sicher folgende Erfahrung gemacht: Eine vage Angabe wie zum Beispiel „900 Wörter über glutenfreies Essen“ genügt, um dort als Auftraggeber aufzutreten. Doch ohne Kontext (geht es um glutenfreie Lebensmittel aus dem Supermarkt? Um das Selberkochen? Um gesundheitliche Aspekte?), Zielgruppe (Eltern von Kindern mit Glutenunverträglichkeit? Gesundheitsbewusste Frauen oder Männer? Kostenbewusste Konsument:innen?) wird es selbst dem ambitioniertesten Texter nicht gelingen, einen relevanten Text zu schreiben.

Arbeiten ins Schwarze ist Zeitverschwendung

Ganz abgesehen davon, dass Mini-Honorare für Texter:innen, die man nicht einmal als Taschengeld gelten lassen wird, zu nichts anderem als zweifelhaften Ergebnissen führen können – ein Arbeiten ins Schwarze hinein ist reine Zeitvergeudung. Für Auftraggeber:in und Textprofi gleichermaßen.

Denn warum lässt man Webtexte schreiben?

  • Darum, seinen Kund:innen einen Mehrwert zu bieten.
  • Vielleicht eine Antwort auf eine (noch ungestellte) Frage,
  • einen Einblick ins Unternehmen,
  • eine Teilhabe an Projektfortschritten oder
  • Informationen zu neuen Trends und damit verbunden vielleicht eine neue Dienstleistung. 

Erst, wenn ich meinen Usern einen wirklichen Grund gebe, weiterzulesen, habe ich gewonnen. Und das gelingt nur, wenn sie in einem Text einen wirklichen Mehrwert erkennen. Kein Mehrwert ohne gründliche Vorbereitung. Daher:

5 Gründe für ein ausführliches Briefinggespräch

  1. Relevanz schaffen. Welche Inhalte beschäftigen die Zielgruppe? Häufig ist eine Keyword-Recherche der erste Schritt, um die Leser:innen besser kennenzulernen. 
  2. Content identifizieren. Suchen Kund:innen eine Lösung für ein Problem? Möchten sie mehr über ein Thema wissen? 
  3. Botschaft festlegen. Was will ich meinen Kund:innen mit meinem Webtext eigentlich mitteilen? Welche Botschaft soll der Text transportieren? Ist sie stimmig mit der übrigen Kommunikationsstrategie des Unternehmens?
  4. Ziel formulieren. Erst, wenn ich weiß, welche Absicht ein Text verfolgen soll, kann ich ihn produzieren. 
  5. Das Schreiben kommt am Schluss: Zielgruppengerechte Texte entstehen nicht aus dem Nichts, Ehe es ans Schreiben geht, braucht es eine Fülle an zusätzlichen Hintergrundinformationen. Gibt es kein Briefing und keine Stoßrichtung, bleibt ein Text sehr leicht an der Oberfläche und bietet schwammige Dampfplauderei anstatt Qualität. Und das macht garantiert keine Lust aufs Weiterlesen.

Mein Fazit: Ein ausführliches Briefing ist niemals Zeitvergeudung. Textprofis brauchen konkrete Anhaltspunkte, vom Auftraggeber bereitgestelltes Insiderwissen und Zielvorgaben, damit sie erfolgreich arbeiten können.

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